Die meisten Führungskräfte sind überzeugt, gute Zuhörer zu sein. Mitarbeitende sehen das oft anders – nicht, weil ihnen niemand zuhört, sondern weil das Zuhören zu schnell ins Antworten kippt.
Warum Zuhören in Führungsgesprächen schwerer ist, als es klingt
In einem Mitarbeitergespräch denkt eine Führungskraft meist schon an die Antwort, während der andere noch spricht – aus Zeitdruck oder dem Wunsch, schnell zu helfen. Das Ergebnis: Das Gegenüber fühlt sich gehört, aber nicht wirklich verstanden. Aktives ZuhörenEine Gesprächstechnik, bei der Zuhörende aufmerksam aufnehmen, nachfragen und das Verstandene in eigenen Worten spiegeln. unterbricht genau diesen Reflex.
Vier Bausteine für aktives Zuhören im Alltag
- Aussprechen lassen, auch wenn die Antwort schon feststeht.
- Das Gehörte in eigenen Worten zusammenfassen, bevor reagiert wird.
- Nachfragen statt anzunehmen, was gemeint ist.
- Pausen aushalten, ohne sie sofort zu füllen.
Ein sinnvoller erster Schritt
Nimm Dir für das nächste Mitarbeitergespräch vor, eine einzige dieser vier Verhaltensweisen bewusst umzusetzen – zum Beispiel das Zusammenfassen. Das lässt sich leichter einüben als der Versuch, das gesamte Gesprächsverhalten auf einmal zu ändern.
Praxis-Checkliste Welche Bausteine für aktives Zuhören setzt Du bereits bewusst um?
Fazit
Aktives Zuhören verändert nicht, was gesagt wird, sondern ob es ankommt. Im Kommunikationstraining übst Du diese vier Bausteine anhand Deiner eigenen Gesprächssituationen.